Demokratie spielerisch erleben: Planspiel am Litauischen Gymnasium

LAMPERTHEIM, 25.09.2026 – Am 23. und 24. September stand am Litauischen Gymnasium Lampertheim-Hüttenfeld ein zweitägiges, schulinternes Planspiel auf dem Programm. In einem geschützten Rahmen konnten die Klassenstufen 8 und 9 ausprobieren, wie demokratische Prozesse in der Praxis funktionieren. Das Ziel des Projekts war es zu zeigen, wie man Konflikte löst, Kompromisse findet und andere Meinungen respektiert.

Rollen, Regeln und religiöse Konflikte

Geleitet wurde das Projekt von Referent Lukas Wiesehöfer (WERTE !M BLICK). 
In dem Spiel übernahmen die Jugendlichen verschiedene Rollen in einer Geschichte rund um ein Marktfest. Dabei ging es um Missverständnisse, Streit und auch um religiöse Konflikte. Um Lösungen zu finden, übten die Schüler:innen den Perspektivwechsel, stimmten gemeinsam ab und simulierten eine Demonstration, um zu erleben, wie man seine Meinung öffentlich zeigt. Am Ende lernten sie das Konzept des Systemischen Konsensierens kennen, bei dem es darum geht, eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten tragbar ist.

Initiative aus der Schülerschaft

Die Initiative für das Projekt kam direkt aus der Schule: Eine Schülerin hatte während ihres Praktikums bei der Regionalen Diakonie Südhessen den Wunsch geäußert, ein solches Format an ihre eigene Schule zu holen. Gemeinsam mit der Oberstufenleitung wurde die Idee dann umgesetzt. Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einem jugendlichen Impuls konkrete Demokratiearbeit vor Ort entstehen kann.

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